Nach eingehender Untersuchung stellten Nutzer des iPhone 15 fest, dass der Wechsel zum USB-C-Anschluss beim Laden eine der größten Neuerungen darstellt. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, unterwegs zwei Geräte gleichzeitig zu nutzen, da kein zusätzliches Ladekabel mehr benötigt wird. Neben diesem Aspekt sollten Verbraucher jedoch vor allem zwei weitere Funktionen der USB-C-Schnittstelle beachten: Datenübertragung und Laden.
Datenübertragung
Was ist „Typ-C“?
Laut Definition ist USB Typ-C eine Form der USB-Schnittstelle und eine Spezifikation für die Hardware-Schnittstelle des universellen seriellen Busses. Die USB-Standardisierungsorganisation entwickelte diese neue Schnittstelle, um die lange Zeit bestehenden Mängel der USB-Schnittstelle zu beheben, wie beispielsweise die uneinheitliche Spezifikation der physikalischen Schnittstelle, die nur unidirektionale Stromversorgung. Aus praktischer Sicht wird USB Typ-C jedoch von vielen Herstellern aus Kostengründen und anderen Erwägungen nur eingeschränkt genutzt.

Die Typ-C-Schnittstelle des iPhone 15 nutzt USB 3.0:
Obwohl USB 3.0 bereits seit über einem Jahrzehnt verfügbar ist, bietet es eine maximale Übertragungsbandbreite von bis zu 5 Gbit/s, was 625 MB/s entspricht (nur die theoretische Obergrenze; in der Praxis sind es eher 500 MB/s). Damit deckt es im Prinzip über 90 % aller Anwendungsfälle ab. Beispielsweise dauert die Übertragung von 128 GB Daten nur etwa 4 Minuten. Nutzt der USB-C-Anschluss des iPhone 15 Thunderbolt 3 oder Thunderbolt 4, bieten diese eine maximale Übertragungsbandbreite von bis zu 40 Gbit/s und sind damit der Mobilfunkbranche deutlich überlegen. Zudem sind zahlreiche Dockingstationen auf dem Markt erhältlich, die Thunderbolt 3 oder Thunderbolt 4 unterstützen und dem iPhone 15 zusätzliche Funktionen bieten. Dazu gehören beispielsweise der Anschluss einer NVMe-Festplatte, ein 10-Gbit/s-Netzwerkanschluss oder die Erweiterung der DP/HDMI-Schnittstelle.
Laderate
Da die letzten iPhone-Generationen mit Lightning-Anschluss die Verwendung von MFi-zertifiziertem Zubehör erforderten und die MFi-Zertifizierung Apple beträchtliche Einnahmen beschert, wäre es nicht ausgeschlossen, dass Apple auch beim iPhone 15 die Verwendung von MFi-zertifiziertem Zubehör vorschreibt. Hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit ergeben sich daher mehrere mögliche Szenarien:
- Erzwungene MFi-Zertifizierung, nicht zertifiziertes Zubehör taucht auf:
In diesem Modus sind normale USB-C-Ladekabel nicht kompatibel. Nur MFi-zertifizierte USB-C-Ladekabel können das iPhone 15 laden. Auch wenn zukünftig möglicherweise beschädigte USB-C-Ladekabel verfügbar sein werden, bedeutet dies, dass Sie unter Umständen neue Kabel kaufen müssen. Sowohl bei Ladegeräten mit eigenem Kabel als auch bei solchen, die mit anderen Ladegeräten kompatibel sind, müssen Sie diese wahrscheinlich komplett neu erwerben. Die gute Nachricht ist jedoch, dass MFi-zertifizierte USB-C-Ladekabel (sofern sich die Kontaktdefinitionen nicht ändern) höchstwahrscheinlich auch mit anderen USB-C-Geräten kompatibel sind.
- MFi-zertifiziert, eingeschränktes Schnellladen:
In diesem Modus kann die Laderate bei Verwendung eines Ladekabels eines Drittanbieters zwar abwärtskompatibel auf mindestens 5 V/1 A eingestellt werden, was langsamer ist, aber zumindest funktioniert. Dadurch können einige Nutzer ihr Apple-Gerät mit dem USB-C-Ladekabel ihres Android-Smartphones laden und sparen sich den Kauf eines neuen Kabels.
- MFi-Zertifizierung aufgeben:
Da Apple das Schnellladeprotokoll PD Fast Charging verwendet, eine von der USB-IF-Organisation entwickelte Schnellladespezifikation, handelt es sich um ein öffentliches und nicht um ein privates Schnellladeprotokoll. Daher können Apple-Smartphones in diesem Modus mit PD-kompatiblem Ladekabel und Ladegerät geladen werden, wobei die maximale Ladegeschwindigkeit erreicht wird.







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